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Märchen im Heimathaus

Das adventlich geschmückte Hauenhorster Heimathaus bietet am Sonntag um 15,00 Uhr den märchenhaften Rahmen für die Jahresabschlussvorstellung des Märchenstückes „König Drosselbart“ durch die Theatergruppe des Heimatvereins Hauenhorst / Catenhorn.

König Drosselbart ist das Märchen von der wunderschönen, aber hochnäsigen Prinzessin, die die um sie werbenden Freier einen nach dem andern abweist. Im heutigen Sprachgebrauch würde man diese Prinzessin wahrscheinlich als echte Rotzgöre bezeichnen. Mit beißendem Spott verhöhnt sie jeden Freier, der es wagt um ihre Hand anzuhalten. Besonders ein guter König, Sohn des besten Freundes ihres Vaters, hat unter ihrem Spott zu leiden. Unter dem dröhnenden Gelächter anderen Freier verpasst sie ihm den Spottnamen „König Drosselbart“ Ergrimmt schwört ihr Vater, diesem Treiben ein Ende zu setzen und seine Tochter mit dem ersten Bettelmann der vor das Schloss kommt, zu vermählen. Der Plan des Königs geht auf. „König Drosselbart“ hört den Schwur des Alten Königs, tritt verkleidet als Bettelmann vor das Schloss, und bekommt die Prinzessin zur Frau. Verheiratet mit diesem vermeintlichen Bettler und gedemütigt durch niedrige Arbeit erkennt die Prinzessin ihr ungebührliches Tun. Doch alles wendet sich zum Guten. Der Bettelmann gibt sich ihr zum Schluss als König Drosselbart zu erkennen. Der, den sie als um sie werbenden Freier am ärgsten verspottet hat und der sie nun, da sie ihren Hochmut abgelegt hat, heim auf sein Schloss führt..

Da die Aufführung dieses Märchenstückes auf der Emsbühne dem schlechten Wetter zum Opfer fiel, hatten viele Kinderaus Rheine keine Möglichkeit, dieses wunderschöne Märchen zu sehen. Für all diese, und natürlich auch für interessierte Erwachsene, bietet sich nun am Sonntag die Gelegenheit dieses nachzuholen. Während der Vorstellung wird gegen geringes Entgelt Kaffee und Kuchen angeboten. Für die Vorstellung wird kein Eintrittsgeld gefordert. Allerdings wird, wie es schon der Tradition entspricht, anschließend der Deckel des großen Leierkastens geöffnet, in den Spenden zu Abdeckung der Aufführungskosten hineingeworfen werden können. Vor dem Krokodil auf dem Leierkasten braucht sich übrigens niemand zu fürchten. Es beißt garantiert nicht.

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